Buchwald-Zinnwald, Erich

Erich Buchwald-Zinnwald

Erich Buchwald-Zinnwald, Straße nach Geising. Farbholzschnitt mit zarter, abendlicher Farbgebung, Blick auf eine verschneite Landschaft mit drei markanten, vom Wetter gezeichneten Bäumen und einzelnen kleinen Erzgebirgshäusern vor einem dunklen Waldrücken
Erich Buchwald-Zinnwald, Straße nach Geising am Winterabend, 1939, Farbholzschnitt

Erich Buchwald-Zinnwald (1884–1972)

1884 geboren in Dresden
1903–1912 Studium an der Kunstakademie Dresden bei Richard Müller, Carl Bantzer und Gotthardt Kuehl
ab 1904 Erholungsaufenthalte in Zinnwald, das künftig zu seiner zweiten Heimat wird
1972 gestorben in Krefeld

Erich Buchwald wurde in eine kunstsinnige Familie geboren. Sein Vater war Porzellanmaler, ein Onkel war Schüler von Ludwig Richter (1803–1884) und ein anderer, Adolf Wilhelm Walther (1826–1913), gestaltete den Fürstenzug in Dresden. Durch den frühen Tod der Eltern prägten Armut und Krankheit seine ersten Lebensjahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor er sein Domizil im Osterzgebirge, wo er sich bis dahin aufgrund seiner fragilen Gesundheit bevorzugt aufhielt. Sein Zustand verschlechterte sich später sehr, so dass ihn sein Sohn 1968 im Rahmen einer Familienzusammenführung in die Bundesrepublik Deutschland nach Krefeld-Bockum holte, wo er vier Jahre später verstarb. Vor allem sein Holzschnittwerk, das sich durch eine zurückhaltende Farbigkeit und die Einbeziehung der Holzstruktur auszeichnet, entstand nahezu ausschließlich mit Motiven aus dem Osterzgebirge. Er wird gern als „Maler des Osterzgebirges“ bezeichnet. In ihrem künstlerischen Duktus stehen seine Arbeiten denen von Fritz Tröger (1894–1978) und Erna Lincke (1899–1986) nahe.

Literatur:
Menschen und Landschaft des Osterzgebirges, Ausstellungskatalog, Museum Osterzgebirgsgalerie im Schloss Dippoldiswalde, Dresden 1999, S. 8, 24

 

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