Max Christoph (1918–2013)
1918 geboren in Pockau
1932–1936 Ausbildung als Dekorationsmaler in Chemnitz
1948 Mitglied der Freiberger Künstlergruppe Die Kaue
2013 gestorben in Sayda
Max Christoph konnte gerade einmal seine Ausbildung absolvieren und sich nebenbei im künstlerischen Selbststudium üben, ehe er ab 1938 in Kriegseinsatz und in Gefangenschaft im Zweiten Weltkrieg geriet. In dieser Zeit zeichnete er auch, z. B. Mitgefangene während seiner französischen Gefangenschaft. Ernteszenen waren für Christoph ein naheliegendes Thema; Bauern- und Kinderszenen sowie Schilderungen des Arbeitslebens kamen hinzu. Formal und kompositorisch abstrahierend, verdichtete er Figurenszenen, vor allem auch Landschaften, auf einen Wesenskern. Damit erweist er sich als einer der bedeutendsten Maler seiner Generation im Erzgebirge. Er erhielt Aufträge für Gemälde und Wandbilder in Schulen und Ferienheimen. Seinen Nachlass vermachte der bescheidene Künstler dem Kunstverein Max Christoph und Gottfried Reichel e. V. für die Dauerausstellung im Kulturzentrum Böttcherfabrik in Pobershau.
Literatur:
Brix, Karl: Max Christoph aus Dörnthal, in: Bildnerisches Volksschaffen, 17/1972, Heft 1, S. 7–12
Industrielandschaft. Westsächsische Industriegeschichte im Spiegel der Kunst, Ausstellungskatalog, Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, Zwickau 2017, Abb. S. 124, 130, 135
Kunstverein Max Christoph und Gottfried Reichel e. V. (Hg.): Max Christoph – der Maler. Mit einem Geleitwort von Max Christoph sowie einem Textbeitrag von Reinhold Lindner, Pobershau 2009