Otto Coester (1902–1990)
1902 geboren in Rödinghausen
1921–1922 Studien an der Kunstgewerbeschule Wuppertal-Barmen
1922 Studien Philosophie und Kunstgeschichte an der Albertus-Magnus-Universität Köln
1928 Studien an der früheren Töpferwerkstatt des Bauhauses in Dornburg bei Jena u. a. bei Gerhard Marcks und Otto Lindings
1934 Lehrauftrag an der Düsseldorfer Kunstakademie
1936–1949 Briefwechsel mit Alfred Kubin
1937 wurden zehn Werke als „entartet“ durch die Nationalsozialisten beschlagnahmt, Coester blieb dennoch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste und war auf Ausstellungen vertreten
1938–1967 Professor für freie Grafik an der Düsseldorfer Kunstakademie
nach 1945 aktiv bei der Wiederaufnahme des Lehrbetriebs an der Düsseldorfer Kunstakademie
1954–1964 Stellvertretender Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie
1990 gestorben in Wilhelmsdorf (Württemberg)
Der im Westen Deutschlands ansässige Künstler Otto Coester war viele Jahre als Dozent und Professor für Druckgrafik tätig. Hier liegt auch ein Schwerpunkt seines eigenen Schaffens, das sich von einer romantisch-realistischen Tendenz in früheren Jahren später zu eher surreal-fantastischen Ausdrucksweisen entwickelt hat. Arbeitsaufenthalte führten ihn u. a. nach Österreich und in die Tschechoslowakei, wobei er möglicherweise auch in Sachsen Station machte, wie eine in der Sammlung befindliche Grafik vom Rittergut Hohenfichte nahe Augustusburg vermuten lässt.
Literatur:
Svestka, Jiri/Borchers, Christine: Otto Coester. Düsseldorf 1991