Karlheinz Fischer (1938–2025)
1938 geboren in Buchholz
1957–1960 Studium Lehramt Mathematik und Kunsterziehung in Erfurt, Staatsexamen
1960–2001 in Jöhstadt Lehrer für Mathematik und Kunsterziehung
1990–2001 Schulleiter in Jöhstadt
seit 2002 im Ruhestand
2025 gestorben in Königswalde
Der Umgang mit dem Werkzeug Schere war für Karlheinz Fischer, dessen Vater Schneidermeister war, naheliegend und gewissermaßen selbstverständlich. Wahrscheinlich ist es auf diese frühe Prägung zurückzuführen, dass der Scherenschnitt in seinem künstlerischen Schaffen eine zentrale Rolle spielt. Mit seiner Art des Scherenschnitts nimmt Karlheinz Fischer in der erzgebirgischen Landschaftskunst eine völlig eigenständige Position ein. Die Grundlage seiner Arbeit bilden Skizzen, die vor der Natur entstehen, mitunter auch Fotografien, die er dann mit Scheren und Messern in wirkungsvolle und kontrastreiche Blätter überträgt. In der Regel vertraut er auf die Ausdruckskraft des Schwarz-Weiß, wobei sich auch immer wieder Scherenschnitte finden, bei denen er mit verschiedenen farbigen Papieren kleinere Akzente setzt. Neben landschaftlichen Motiven, meist aus der Annaberger Region, entstanden in den zurückliegenden Jahren auch zahlreiche Scherenschnitte mit Ansichten diverser historischer Fachwerkhäuser aus Königswalde.
Literatur:
Stadtverwaltung Jöhstadt (Hg.): Karlheinz Fischer. Papierschnitte, Menschen, Häuser, Landschaften. Von Jöhstadt vor den 7 Bergen und Umgebung, Annaberg-Buchholz o. J. [2005]