Friederici, Walter

Walter Friederici

Walter Friederici, An der Straße nach Rittersgrün, wohl 1. Viertel 20. Jh. Erzgebirgshaus im Vordergrund, am rechten Bildrand ein Laubbaum, nach links hinten öffnet sich der Blick in die Ferne auf Berge und Waldrücken, darüber ein hoher grau-blauer Himmel
Walter Friederici, An der Straße nach Rittersgrün, wohl 1. Viertel 20. Jh., Öl auf Hartfaser

Walter Friederici (1874–1943)

1874 geboren in Chemnitz
1890 Lithografenlehre
1891–1896 Studium an der Kunstakademie in Dresden bei Leon Pohle,
anschließend bis 1899 Meisterstudium bei Gotthardt Kuehl
1943 gestorben in Dresden

Nach seinem Studium beteiligte sich der Künstler als Genre-, Interieur- und Vedutenmaler an verschiedenen Ausstellungen in Dresden, Berlin und München. Geprägt durch seinen Lehrer, den Dresdener Impressionisten Gotthardt Kuehl (1850–1915), ist seine Malerei ebenfalls von einem lockeren Pinselduktus und der Betonung von Licht und Atmosphäre gekennzeichnet, wobei sowohl Kolorit als auch Farbauftrag zurückhaltender als bei Gotthardt Kuehl sind. Seine Motive fand Friederici vor allem in Dresden und Umgebung, auf Reisen u. a. in die Alpen, ins Riesengebirge oder an die Ostsee. Seltener sind erzgebirgische Motive, wie das kleinformatige Gemälde An der Straße nach Rittersgrün in der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst. Friederici war im Jahr 1902 Mitbegründer der Künstlergruppe Die Elbier in Dresden, in der u. a. auch Otto Altenkirch (1875–1945), Fritz Beckert (1877–1962) oder Ferdinand Dorsch (1875–1938) Mitglied waren.

Literatur:
Wilhelmi, Christoph: Die Elbier, in: Künstlergruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit 1900: ein Handbuch, Stuttgart 1996, S. 118–119

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