Georg Gelbke (1882–1947)
1882 geboren in Rochlitz
1901–1907 Studium an der Kunstakademie Dresden bei Richard Müller und Oskar Zwintscher
1907 Meisterschüler bei Gotthardt Kuehl
dazwischen Studium an der Kunstakademie München bei Carl von Marr und Ludwig von Herterich
1907 Mitbegründer der Künstlergruppe Chemnitz
ab 1910 freischaffend und dauerhaft in Dresden tätig
1945 Zerstörung von Wohnung und Atelier und Vernichtung eines Großteils seiner Werke
1947 gestorben in Dresden
Zu Lebzeiten war Georg Gelbke als Grafiker, Maler, Zeichner und Aquarellist geschätzt. Er nahm an Ausstellungen in ganz Deutschland teil, und schon 1919 wurde ein Werkverzeichnis seiner Radierungen und Lithografien verfasst. Nach Studienjahren in Dresden lebte er für einige Jahre in Chemnitz, wo er als Mitglied der Künstlergruppe Chemnitz mehrfach ausstellte. Seit dem Studium war er eng mit dem Künstler Richard Birnstengel (1881–1968) befreundet und hatte später auch Kontakt zu dem Maler und Grafiker Josef Hegenbarth (1884–1962). Von 1934 bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs weilte er mit Birnstengel während der Sommermonate an der Kurischen Nehrung in der Künstlerkolonie Nidden (Nida, Litauen). In seinem späteren Leben wandte er sich verstärkt dem christlichen Glauben zu und beschäftigte sich mit der Philosophie von Rudolf Steiner.
Literatur:
Albert, Andreas (Hg.): Georg Gelbke. Werkverzeichnis der druckgraphischen Arbeiten, Dresden 1999
Albert, Andreas: Georg Gelbke. Ein Malerleben zwischen Dresden, Kärnten und Kurischer Nehrung. Der sächsische Maler und Grafiker Georg Gelbke (1882–1947), Husum 2007
Boettger, Fritz (Hg.): Georg Gelbke. Verzeichnis seiner Radierungen und Steinzeichnungen nebst einem Vorwort von Prof. Dr. H. W. Singer und 2 Original-Steinzeichnungen, bearbeitet und hg. von Fritz Boettger, Dresden 1919, o. S., Nr. 21 [hier beschrieben als Strichätzung und vernis mou]
Deutsche Exlibris Gesellschaft e. V. (Hg.): Gelbke, Georg, https://exlibris-deg.de/2019/10/24/gelbkegeorg-d/ [15.01.2024]
Müller, Ralf W.: Künstlergruppe Chemnitz 1907–1933. Chemnitz 2003, S. 77–85