Geyer, Max

Max Geyer

Max Geyer, Der Spitzenklöppler im Erzgebirge, undatiert. Im Mittelpunkt des Holzschnittes ein alter Mann mit Schnauzbart und gekrümmten Rücken, der an einem Klöppelsack sitzt und klöppelt, rechts neben ihm ein kleines Kind, das interessiert zuschaut
Max Geyer, Der Spitzenklöppler im Erzgebirge, undatiert, Holzschnitt

Max Geyer (1904–1958)

1904 geboren in Troppau (heute Opava/Tschechien)
1926–1934 Kunststudium bei Prof. Heinrich Hönich und Prof. August Brömse in Prag
1934–1937 Assistent für Kunstunterricht bei Prof. Alois Rieber an der Technischen Hochschule Prag
nach Krieg und Gefangenschaft freischaffender Maler und Grafiker in Regensburg
Privatlehrer u. a. von dem Illustrator und Zeichner Hans Traxler
ab 1955 Kunsterzieher in Offenbach am Main
1958 gestorben in Offenbach am Main

Das Erzgebirge war einst verrufen als „Sächsisch-Sibirien“ und galt als unwirtliches Hungergebiet. Erst in den 1920er Jahren wurde die Landschaft von Künstlern entdeckt, auch im Hinblick auf soziale Themen. Die Härte und die Kargheit des ländlichen Lebens waren hier besonders evident und fanden auch künstlerisch ihren Niederschlag. Max Geyer hat in Prag studiert und war danach dort als Assistent für Kunstunterricht tätig. Sicher hat er in seiner Prager Zeit auch das Erzgebirge erkundet und wurde mit den ärmlichen Verhältnissen von Menschen konfrontiert, die in Heimarbeit ihren Lebensunterhalt verdienen mussten. Sein Schaffen war stark realistisch orientiert. Er verstand es meisterhaft, seine zeichnerischen Fähigkeiten auch in detailreich ausgeführten druckgrafischen Techniken, wie dem Holzschnitt und der Radierung wiederzugeben, was besonders in seinen Porträts zum Ausdruck gelangt.

Literatur:
Künstlerfamilie Geyer. Ausstellungskatalog. Kunstverein Wolfstein e. V., Freyung 2010

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