Eberhard Göschel (1943–2022)
1943 geboren in Bubenreuth
1964–1969 Studium der Malerei an der HfBK Dresden bei Herbert Kunze
ab 1969 freischaffend tätig
1977–1980 Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR bei Theo Balden
1978 Mitgründer der Grafikwerkstatt Obergrabenpresse in Dresden (mit Peter Herrmann, Jochen Lorenz, Bernhard Theilmann und Ralf Winkler/A. R. Penck) und Herausgeber zahlreicher Grafikmappen
1996 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste
1996–1998 Sekretär der Klasse Bildende Kunst
Maler, Grafiker und Plastiker in Dresden und Fürstenau im Erzgebirge
2022 gestorben in Dresden
Eberhard Göschel gehörte zu den unangepassten Künstlern in der DDR und lehnte Aufträge ab. Er arbeitete auf den Gebieten der Malerei, der Druckgrafik und Plastik und schuf überwiegend ungegenständliche Werke. In seinem Werk verfolgt er weder abbildende noch erzählende Intentionen, vielmehr standen Farben, Formen und Strukturen im Mittelpunkt seiner bildnerischen Arbeit. Damit bewegte er sich in den Jahren der DDR grundsätzlich außerhalb der offiziell gewünschten Kunst. Bereits 1968 richtete er sich in einem Bauernhaus im osterzgebirgischen Fürstenau ein Atelier ein, welches er zeit seines Lebens nutzte. In der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst befindet sich eine Radierung, die in ihrer Farbigkeit und Struktur verschiedene Bezugspunkte zu dieser Landschaft herstellt.
Literatur:
Eberhard Göschel. Gemälde, Gouachen, Terrakotten, Ausstellungskatalog, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Albertinum, Gemäldegalerie Neue Meister, Galerie am Fischmarkt Erfurt, Haus zum Roten Ochsen, Ludwig Forum für internationale Kunst Aachen, Dresden 1994
Eberhard Göschel. Gouachen, Ausstellungskatalog, Köln/Frankfurt a. M./Berlin/Chemnitz 1996
Eberhard Göschel. Chemnitzer Konvolut. Malerei., Ausstellungskatalog, Kunstsammlungen Chemnitz, Chemnitz 2004
Eberhard Göschel. Neue Bilder, Ausstellungskatalog, Leonhardi-Museum Dresden und Schloss Kummerow, Dresden 2014