Hanus, Dirk

Dirk Hanus

Dirk Hanus, Baum geschützt, 2005. Schmales, hochformatiges Foto eines alten Laubbaumes, der mit Brettern und einem orangen Schutznetz umfangen ist, Perspektive von unten über Erde und Gras
Dirk Hanus, Baum geschützt (Serie: Pinhole Views), 2005, Lochkamerafoto auf Farbnegativ

Dirk Hanus (geb. 1962)

1962 geboren in Wittenberg
1984–1989 Studium der Informationstechnik an der TU Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz)
nach 1990 verstärkte Beschäftigung mit der Fotografie
seither fotografische Arbeit für Buchprojekte, Werbung und künstlerische Projekte
2003–2008 Künstlergruppe Querschlag gemeinsam mit Peter Piek, Michael Goller und Michael Knauth
lebt und arbeitet in Chemnitz als Fotograf

Eduard Boubat (1923–1999), der französische Fotografieklassiker, hat einmal etwas gesagt, was man mit Dirk Hanus in Verbindung bringen kann: „Der Fotograf, der wahre, erfasst vor allem das Unsichtbare – dieses Unsichtbare, das die Wirklichkeit umstellt.“ Die Fotografien von Dirk Hanus laden zum Nachdenken und zum Meditieren ein. Nachdenken und Meditieren über den Raum und die Zeit und über die Kunst der schweigenden, fast körperlichen Annäherung an seine Motive. Den Augenblick so lange auszukosten, bis er zu einer über sich selbst hinausgehenden Wahrheit wird, das ist die Kunst des Fotografen. Das ist die Poesie von Dirk Hanus. Er hat seinen Augensinn bewahrt und macht sichtbar, was mitunter im Verborgenen bleibt. Er spürt unter sich die Erde, weiß über sich den Himmel inmitten von Feld und Rain, Bäumen und Häusern, Menschen und einer philosophischen Gedankenwelt.

Literatur:
LichtGestalten, Ausstellungskatalog, Galerie Stadt Döbeln, Chemnitz 2004
Dirk Hanus. Fotografie, Ausstellungskatalog, Heck-Art-Galerie, Sparkasse Moritzhof, Chemnitz, Leipzig 2005

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