Klaus Hirsch (1941–2018)
1941 geboren in Stollberg
1957–1960 Malerlehre
1960–1963 Fachschule für Angewandte Kunst Magdeburg, Fachrichtung angewandte Malerei
ab 1966 in Magdeburg, Plauen und Lugau als Diplom-Designer, Innenarchitekt und Maler/Grafiker
2003–2018 Mitglied im Beirat der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst
2018 gestorben in Oelsnitz/Erzgeb.
Klaus Hirsch schuf zahlreiche baugebundene Werke im Vogtland und im Erzgebirge. Nach 1990 widmete er sich verstärkt der Zeichnung und der Druckgrafik, insbesondere der Lithografie. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war er als ehrenamtlicher Kreisdenkmalpfleger und in zahlreichen Gremien und Beiräten aktiv. Der Künstler gab nur mit äußerster Zurückhaltung etwas von sich und seinem Kunstwollen preis. Dass der sensible Diplomdesigner und Innenarchitekt überhaupt mit seinen Arbeiten an die Öffentlichkeit trat, ist der energischen Zusprache von Heinz Tetzner und Michael Morgner zu danken. Klaus Hirsch entwickelte Harmonien einer expressiven Stille in malerischen Lithografien und nahezu monochromen Mischtechniken auf Papieren und auf Pastellen. In seiner ungezwungenen Eigenart erzählte er keine Geschichten, sondern zeigte Zustände des Menschen, das Innen und das Außen, das ihn berührt, bewegt, quält, einschränkt oder wachsen lässt. Klaus Hirsch beherrschte die Kunst der offenen Form, die innere Erfahrungsräume beschreibt. Er ist oft durch das Erzgebirge gewandert und hat seine Sinneseindrücke spontan auf Papier gemalt und gezeichnet. Die Sammlung verfügt dank einer großzügigen Schenkung der Erben über einen repräsentativen Bestand an Druckgrafik des Künstlers.
Literatur:
Klaus Hirsch, Ausstellungskatalog, Neue Sächsische Galerie, Chemnitz, Chemnitz 2000
Hirsch, Klaus: Klaus Hirsch. Grafik, Zeichnung, Stollberg 2007
Hirsch, Klaus: Klaus Hirsch. Zeichnung, Grafik, Stollberg 2011
Klaus Hirsch. Grafik, Zeichnung, Malerei, Ausstellungskatalog, Kunstkeller Annaberg e. V., Zwickau 2016
Kunstraum Erzgebirge Mittelsachsen. Malerei, Grafik, Plastik, Ausstellungskatalog, Schloss Augustusburg, Dresden 2014, S. 50 f.