Max Uhlig (geb. 1937)
1937 geboren in Dresden
1954–1960 Studium an der HfBK Dresden bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer
1961–1963 Meisterschüler bei Hans Theo Richter an der Deutschen Akademie der Künste in Berlin (Ost)
1964–1966 Arbeit als Grafikdrucker für Künstlerfreunde und -kollegen (u. a. für Carlfriedrich Claus)
seit 1990 Mitglied des DKB und Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste
1995–2002 Professur an der HfBK Dresden
1996 Atelierbrand
lebt und arbeitet in Dresden
Max Uhligs Aussage „Für mich wird eine Sache interessant, wenn sie durch langes Anschauen fremd wird“ könnte als Motto über nicht wenigen Erzgebirgsdarstellungen stehen, trifft auf sein Schaffen jedoch in besonderem Maße zu. Neben Figuren und Porträts, Ostsee-, mecklenburgischen und südfranzösischen Landschaften, wo er sich zwischen 1992 und 2007 regelmäßig zum Arbeiten aufhielt, ist es auch das Erzgebirge, das Max Uhlig reizt. In seiner eigenen, ganz an der künstlerischen Arbeit ausgerichteten Zeitrechnung gehörte z. B. der Sommer 1994 dem Malen im Erzgebirge. Der Künstler genießt einen internationalen Ruf als Pleinair-Maler wie als Porträtist. Dabei ist die Formensprache in beiden Gattungen ganz dieselbe, und auch wenn er Skulpturen zeichnet oder aquarellierend zur Farbe greift, leben sowohl Landschaften als auch Bildnisse oder Weinreben vom gestischen Schwung. Mit derartigen Werken, die äußerlich an gestisch orientierte informelle Malerei erinnern, allerdings den Bezug zum Gegenstand nie aufgeben, eroberte sich der Dresdener Maler längst einen eigenen Platz in der europäischen Kunst. Uhlig wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Hans-Theo-Richter-Preis, dem Sächsischen Verdienstorden (beide 1998) und dem Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden (2003).
Literatur:
Max Uhlig. Malerei und Zeichnung, Ausstellungskatalog, Kupferstich-Kabinett Dresden, Dresden 1978
Flügge, Matthias: Max Uhlig, in: Fünfzig. Villa Eschebach 2008, Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG (Hg.): Fünfzig. Ein Almanach zu
den ersten fünfzig Ausstellungen in der Villa Eschebach, Dresden 2008, S. 54–55
Wiehager, Renate/Gögger, Christian: Max Uhlig. Konvergenz von Schrift, Zeichen und Geste, in: Max Uhlig. Aquarelle und farbige Zeichnungen aus drei Jahrzehnten, Ausstellungskatalog, Galerie Döbele, Dresden, Dresden 2011, o. S.
Hoffmann, Dieter: Trauerweidengepeitscht. Spaziergänge durch die Dresdner Kunst des 20. Jahrhunderts, Dresden 2014
Max Uhlig. Vor der Natur gewachsen, Ausstellungskatalog, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg, München 2014
Max Uhlig. Die erzeichnete Welt. Eine Publikation zu Ehren des 85. Künstlergeburtstags im Jahr 2022, Ausstellungskatalog, Museum Pfalzgalerie, Kaiserslautern, Kaiserslautern 2022
Uhlig, Max: Max Uhlig, https://www.max-uhlig.de/ [09.22.2024]