Volker Beyer (1951–2025)
1951 geboren in Bannewitz
1963–1968 Berufsausbildung zum und Tätigkeit als Dekorationsmaler
1972–1975 Abendstudium Malerei/Grafik an der HfBK Dresden
1979–1982 Studium der Holzgestaltung an der Fachschule für angewandte Kunst Schneeberg bei Prof. Hans Brockhage
1984 Mitglied im VBK-DDR
seit 1985 freischaffender Künstler in Langenau
2025 gestorben in Langenau
Holz ist das Material, dem Volker Beyer sich verschrieben hat. Er ist ein zupackender, bodenständiger Künstler, der mit ungebremster Experimentierlust und kreativer Hingabe arbeitet. Neben den plastischen Werken entstehen immer wieder Zeichnungen, Collagen und Malereien, mit denen er die Landschaft des Erzgebirges mit seinen Menschen zu beschreiben sucht. Als Grenzgänger zwischen den Stilen meditiert er über Anfang und Ende, über den Sinn des Lebens, über Raum und Zeit, Licht und Finsternis, Ruhe und Bewegung. Blickbegabt hat er auf seinen Wanderungen vieles entdeckt, was er in seinen Arbeiten wie in einem Gleichnis abstrahiert und fragmentarisch zusammensetzt. Zeitlos scheint die Kunst von Volker Beyer, voller Intensität, Wärme und Tiefe. Er fand zu einer genialen, dem Leben zugewandten Verknappung der künstlerischen Mittel, indem er sich auf einen Formenkanon streng reduzierter Grundstrukturen konzentrierte, als eigenwilliger Poet der puristischen Form.
Literatur:
Kunstraum Mittelsachsen. Das Maß der Dinge oder Maßnehmen, Ausstellungskatalog, Burg Mildenstein, Leisnig, Dresden 2008, S. 10/11
Kunstraum Mittelsachsen. Eine Auswahl, Ausstellungskatalog, Dachboden Schloss Augustusburg, Dresden 2000, S. 12/13
Kunstraum Mittelsachsen. Stadt-Land-Fluss, Ausstellungskatalog, Jacobikirche Döbeln, Dresden 2004, S. 12/13
Kunstraum Erzgebirge Mittelsachsen. Malerei, Grafik, Plastik, Ausstellungskatalog, Schloss Augustusburg, Dresden 2014, S. 18/19