Hans Weiß-Aue (1914–1984)
1914 geboren in Aue (heute Aue-Bad Schlema)
1929–1933 Ausbildung zum Musterzeichner an der Staatlichen Zeichenschule für Textilindustrie in Schneeberg (Erzgebirge)
1933–1937 Musterzeichner in Falkenstein/Vogtl.
1937–1945 Technischer Zeichner in Zwickau, Leipzig und Chemnitz
nach 1945 „Aktivist der ersten Stunde“ in der Kulturarbeit im Westerzgebirge
1951–1954 Fachlehrer und Dozent an der Barbara-Uthmann-Fachgrundschule für angewandte Kunst Schneeberg (Erzgebirge)
1954–1957 Dozent und Direktor an der Barbara-Uthmann-Fachgrundschule in Schneeberg (Erzgebirge)
seit 1957 freischaffend als Maler und Grafiker, Zirkelleiter und Kunsterzieher an der VHS Aue
1984 gestorben in Aue (heute Aue-Bad Schlema)
Der Auer Künstler Hans Weiß-Aue hat sich vor allem mit kleinformatigen Linolschnitten einen Namen gemacht. Im Selbstvertrieb brachte er diese oft nur sieben mal sieben Zentimeter großen Drucke als Glückwunsch- und Grußkarten unter die Leute. Erzgebirgische Landschaften, Dörfer und Städte oder der Volkskunst entnommene Motive bildeten einen reichen Fundus, aus dem er immer wieder konzentrierte Miniaturen schöpfen konnte. Ein über fünfzig solcher Drucke umfassender Zyklus, der sich ebenfalls in der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst befindet, wurde von ihm mit „Mein Erzgebirge“ betitelt. Außerdem sind seine sensiblen und atmosphärisch dichten Aquarelle unter Sammlern sehr begehrt. Hans Weiß-Aue war zudem ein leidenschaftlicher Fotograf, der v. a. in den 1960er Jahren viele heute historisch zu nennende Ansichten vom Erzgebirge auf Kleinbild-Dias festhielt. Ein großer Teil dieser Dias befindet sich dank Schenkung eines Freundes von Hans Weiß-Aue in der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst.
Literatur:
Unger, Werner: Grafiker und Kunstmaler Hans Weiß, in: Erzgebirgische Heimatblätter 2009, Heft 1, S. 12–14