Lang, Dietmar

Dietmar Lang

Dietmar Lang, Alte Scheune, 1971. Aus verschiedenen Rechtecken alter Hölzer mit markanter Maserung und Astlöchern zusammengesetzte Assemblage
Dietmar Lang, Alte Scheune, 1971, Holz

Dietmar Lang (1948–2021)

1948 geboren in Annaberg-Buchholz
1968 Abschluss als Holzbildhauer
1983 Abschluss als Holzbildhauermeister
1984 Veröffentlichung eines Schnitzlehrbuches
1987–1989 Lehrgangsleiter der Sektion Schnitzen in Hamburg und Senftenberg
1990 Eröffnung von Langs Erzgebirgshaus (Fachwerkgebäude aus dem Jahre 1787) neben dem Frohnauer Hammer in Frohnau (heute OT Annaberg-Buchholz)
1. Vorsitzender des Verbandes Erzgebirgischer Schnitzer
2021 gestorben in Annaberg-Buchholz

Als 11-jähriger Junge begann Dietmar Lang zu schnitzen. Er liebte die Maserungen von Holz, den Geruch von frisch geschlagenem Holz, das Wunder der Formbarkeit. Der Werkstoff ließ ihn nicht mehr los. Seine Faszination für Holz und die Möglichkeiten der Bearbeitung gab er mit Leidenschaft an Kinder und Jugendliche weiter. Er engagierte sich bei den jährlichen Erzgebirgischen Schnitzertagen im Erzhammer in Annaberg-Buchholz, organisierte regelmäßig das Bildhauersymposium auf dem Scheibenberg sowie viele Holzbildhauersymposien im In- und Ausland. Außerdem war er Mitschöpfer der Bergmannskrippe in der Bergkirche St. Marien in Annaberg-Buchholz und des touristischen Projektes Waldgeisterweg in Ehrenfriedersdorf. Wenngleich sich Dietmar Lang traditionsbewusst für das erzgebirgische Kunsthandwerk einsetzte, war er immer auch bestrebt, dem Werkstoff Holz in freier, fantasievoller Bearbeitung etwas Kunstvolles, Zeitgenössisches abzuringen.

Literatur:
Lang, Dietmar: Fachbuch Schnitzen, Leipzig 1984

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