Venter, Hans

Hans Venter (1892–1971)

1892 geboren in Chemnitz
Teilnahme am Ersten Weltkrieg
seit 1920/21 Zeichenlehrer in Chemnitz
Soldat im Zweiten Weltkrieg, russische Kriegsgefangenschaft bis 1955
ab 1955 in Göttingen lebend, nur noch gelegentliche künstlerische Tätigkeit
1971 gestorben in Göttingen

Über den Künstler Hans Venter gibt es nur sehr wenige Informationen. Geboren am Ende des 19. Jahrhunderts in Chemnitz war er als junger Mann Soldat im Ersten Weltkrieg. Anfang der 1920er Jahre betätigte er sich als Zeichenlehrer in Chemnitz. Aus einzelnen erhaltenen Skizzen und Druckgrafiken lässt sich rekonstruieren, dass er u. a. nach Italien (1924), Garmisch-Partenkirchen, ins Salzburger Land und nach Tirol reiste. Auch am Zweiten Weltkrieg musste er teilnehmen. Bis 1955 war er in russischer Kriegsgefangenschaft. Anschließend lebte er in Göttingen, wo hin und wieder noch einzelne Werke entstanden. Hans Venter war ebenfalls als Exlibiris-Künstler tätig und Mitglied der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e. V.. Sein Hauptbetätigungsfeld bildete jedoch die Landschaft des Erzgebirges, wovon zahlreiche Holz- und Linolschnitte künden, die auch in verschiedenen heimatkundlichen Publikationen vor 1945 abgedruckt wurden. Überwiegend sind diese Grafiken schwarz-weiß, mitunter finden sich aber auch sensible Farbdrucke, die ein wenig an die Holzschnitte des Zeitgenossen Erich Buchwald-Zinnwald erinnern.

Literatur:
Appel, Thomas: Göttinger Künstlerlexikon. Maler – Grafiker – Bildhauer – Architekten. Vom 14. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, Göttingen 2022, S. 530/531

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