Gantz, Dieter

Dieter Gantz (1932–2018)

1932 geboren in Reideburg (Saalkreis)
1951–1957 Studium an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee
1957 Diplom Malerei
1957–1981 freischaffend in Berlin (Ost)
1982 Dozent an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, 1988 Professor
1991 Berufung zum ordentlichen Professor
1998 emeritiert
2018 gestorben in Berlin

In der ersten Hälfte der 1950er Jahre begegneten sich als Studenten an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee der aus dem Erzgebirge stammende Carl-Heinz Westenburger und Dieter Gantz aus Halle (Saale). Aus dieser gemeinsamen, sicher sehr prägenden Zeit – es waren die Jahre, in denen die Auseinandersetzungen um die sogenannte Formalismus-Debatte in den Künsten besonders heftig geführt wurden – erwuchs eine lebenslange Freundschaft. Man traf sich regelmäßig und nahm am Leben und Wirken des anderen teil. So erfuhr Dieter Gantz auch von den Aktivitäten seines Freundes um die Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst zu Beginn der 2000er Jahre und es entstand dafür ein Gemälde mit einer Erinnerung an das gemeinsame Praktikum im Wismut-Bergbau in den 1950er Jahren. Denn in seinem Schaffen wandte sich Dieter Gantz sonst eher urbanen Themen und Motiven zu. In einer weitgehend realistisch orientierten Malweise gestaltete er überwiegend Stadtlandschaften und figürliche Kompositionen ihrer Bewohner. Der Künstler schuf zudem zahlreiche großformatige Wandgemälde in Berlin.

Literatur:
Dieter Gantz. Gemälde, Gouaches, Gobelins, Ausstellungskatalog, Otto-Nagel-Haus, Berlin, Berlin 1981
Gantz, Dieter: Unsere Erkundungen in der Unterwelt, in: Kunstkeller Annaberg e. V. (Hg.): Sternstunden – Begegnungen mit Carl-Heinz Westenburger, Annaberg-Buchholz 2010, S. 16–18

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