Paul Hugo Türke (1905–1982)
1905 geboren in Adorf/Erzgeb. (heute OT Neukirchen/Erzgeb.)
1920–1923 Fortbildungsschule
1923–1926 Strumpfwirker
1927 Studium an der Kunstschule in Dresden bei Prof. Guido Richter
1928–1936 Lagerist
1936–1945 Werkzeugfräser
1945 zum Deutschen Volkssturm eingezogen
nach 1945 freischaffend als Maler und Zeichner in Adorf/Erzgeb.
1982 gestorben in Stuttgart
Nach dem Krieg entschied sich Türke für eine künstlerische Laufbahn und leitete mehrere Mal- und Zeichenzirkel. Mit seiner Heimat verwurzelt, fand er seine Motive vor allem in der Landschaft des Erzgebirges. Zugleich betätigte er sich als Heimatforscher. Sein künstlerischer Nachlass umfasst ca. 700 Arbeiten und gelangte 2012, anfangs durch Vermittlung der Tochter Dora Hess und nach ihrem Tod durch Übereignung ihres Sohnes Roland Hess, in den Besitz des Heimatvereins von Adorf. Dazu gehören Aquarelle und Tafelbilder, Kreide- und Pastellzeichnungen. Aus diesem Bestand gelangten einige ausgewählte Werke später als Schenkung in die Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst.
Literatur:
Verein für Orts- und Heimatgeschichte Adorf/Erzgeb. e. V. (Hg.): Hugo Türke. Ein Adorfer Kunstmaler, Zeichenlehrer & Heimatforscher (Schriftenreihe des Vereins für Orts- und Heimatgeschichte Adorf/Erzgeb. e. V.; 3), Stollberg 2012