Westphal, Otto

Otto Westphal

Weite sommerliche Landschaft mit Blick zum Scheibenberg und Bärenstein, davor kleinteilige Felderstruktur, links einige Häuser
Otto Westphal, Scheibenberg und der Bärenstein, 1942, Öl auf Leinwand

Otto Westphal (1878–1975)

1878 geboren in Leipzig
1894–1896 Besuch der Kunstgewerbeschule Kassel
ab 1896 Besuch der Preußischen Höheren Fachschule für Textilindustrie, Webschule, in Krefeld
ab 1899 Schüler der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin und der Studienateliers für Malerei und Plastik der Lewin-Funcke-Schule in Berlin
1904–1907 Studium an der Kunstakademie in Dresden bei Richard Müller und Carl Bantzer
ab 1907 freischaffend in Dresden tätig
1930 Aufnahme einer Tätigkeit für das Deutsche Archäologische Institut Rom in Pompeji
1975 gestorben in Dresden

Otto Westphal gehörte als Schüler von Carl Bantzer (1857–1941) zu den bedeutendsten Vertretern des spätimpressionistischen Dresdener Kolorismus. Seine Motive fand er in Dresden und in der Umgebung des Elbtals. In der Natur gelangte Otto Westphal abseits alltäglicher Neurosen zur stillen Andacht. Naturbetrachtung inspirierte und belebte ihn, sie war Bereicherung und Freiheit zugleich. Er folgte des Öfteren seiner Sehnsucht nach Stille und Ruhe in einer Zeit gesellschaftlicher Verwerfungen. Seine Werke verraten eine sensible Beobachtungsgabe der Phänomene in der Natur und geben einfühlsam atmosphärische Erscheinungen wieder.

Literatur:
Neidhardt, Hans Joachim: Dresden, wie es Maler sahen, Weidlich 1983
Lexikon Künstler in der DDR, hg. von Dietmar Eisold, Berlin 2010, S. 1023

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