Unger, Roland

Roland Unger (1941–2022)

1941 geboren in Thalheim/Erzgeb.
1956–1959 Lehre zum Dekorationsmaler
1963–1967 Studium zum Fachlehrer für Kunsterziehung und Deutsch
1967–1973 Schuldienst in Hoyerswerda und Dresden
1977 und 1983 Promotion und Habilitation
1992 Berufung an die TU Dresden zum Professor für Kunstpädagogik
2007 emeritiert
2022 gestorben in Dresden

Der Maler und Kunstpädagoge Roland Unger wurde in Thalheim geboren und verlebte hier auch prägende Kindheitsjahre. Wenngleich er die meiste Zeit seines Lebens außerhalb des Erzgebirges, vor allem als Lehrer und später als Professor für Kunstpädagogik in Dresden, verbrachte, gab es eine intensive Bindung zu seiner Heimat, die sich auf ganz verschiedenen Ebenen niederschlug. Zum einen war dies natürlich die Malerei. Immer wieder fand er Motive im Erzgebirge für seine farbintensiven und von einem glühenden Leuchten  durchzogenen Ölgemälde. Darüber hinaus interessierte er sich auch sehr für die Geschichte seiner Heimat. Seine besondere Liebe galt dabei dem erzgebirgischen Wildschützen Karl Stülpner (1762–1841), dem er eine intensive Forschungs- und Publikationstätigkeit widmete, die schließlich in die Konzeption der Stülpner-Ausstellung auf der Burg Scharfenstein mündete. Neben seiner beruflichen Tätigkeit hat er auch nie das Schnitzmesser aus der Hand gelegt. Das Werkeln und Basteln, wie es im Erzgebirge seit Jahrhunderten üblich war, gehörte bei ihm ebenfalls dazu, wobei Unger stets eine (selbst-)ironische Haltung bei der Gestaltung seiner „Volkskunst mit Augenzwinkern“ (so der Titel einer Ausstellung auf der Burg Scharfenstein mit allerlei beweglichen Holzfiguren, Leuchtern etc. von Roland Unger) an den Tag legte.

Literatur:
Petschel, Dorit: Die Professoren der TU Dresden 1828–2003 (175 Jahre TU Dresden; 3), Köln 2003, S. 989

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