Peter Schettler (1944–2021)
1944 geboren in Pleißa (heute OT Limbach-Oberfrohna)
1960–1963 und 1965–1970 Studium der Malerei an der HfBK Dresden, Diplom
1963–1965 Dekorationsmalerlehre mit Facharbeiterabschluss und praktischer Tätigkeit in diesem Beruf
seit 1970 als freischaffender Maler in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) tätig
Mitglied im CKB/BBK
2021 gestorben in Chemnitz
Schettlers Schaffen umfasste Aquarelle, Gemälde, Handzeichnungen und Druckgrafiken, sein Schwerpunkt lag auf der Landschaft. Er dokumentierte Veränderungen seiner Heimatstadt Chemnitz, darunter die Heckert-Werke, das Heizkraftwerk oder Industrieanlagen. Neben Erzgebirgslandschaften waren es Seemotive, aber auch Landstraßen oder Gehöfte inmitten von Feldern, mit denen er sich im Spannungsfeld zwischen den Kunstauffassungen der Expressionisten und der realistischen Malerei des späten 20. Jahrhunderts bewegte. So erinnern manche seiner Gemälde an Werke von Carl Lohse (1895–1965) oder den Malern der Künstlergruppe Brücke. Zwar skizzierte er auf Reisen und Spaziergängen nach der Natur, doch dann malte Schettler seine Landschaften aus der Erinnerung und der Fantasie. Auf konkrete topografische Bezüge wie auf Figuren verzichtend, handelt es sich um Bilderfindungen zwischen Realität und Vision.
Literatur:
Industrielandschaft. Westsächsische Industriegeschichte im Spiegel der Kunst, Ausstellungskatalog, Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, Zwickau 2017, S. 26, Abb. S. 82, 83
Kunstsammlungen Chemnitz (Hg.): Kunst in der DDR. Peter Schettler (*1944), https://www.kunstsammlungen-chemnitz.de/kunst-in-der-ddr/ [21.05.2024]
Peter Schettler. Gemälde und Aquarelle, Ausstellungskatalog, Galerie Weise, Chemnitz, Chemnitz 2012
Peter Schettler. Neue Gemälde, Aquarelle und frühe Handzeichnungen, Ausstellungskatalog, Galerie Weise, Chemnitz, Chemnitz 2021
Stadt Chemnitz (Hg.): Nachlass von Peter Schettler im Stadtarchiv zu sehen, https://www.chemnitz.de/chemnitz/de/aktuell/presse/pressemitteilungen/2023/1.html [21.05.2024]