Albert Schwarz (1895–1977)
1895 geboren in Oberhohndorf (heute OT Zwickau)
ab 1910 Lehre und Tätigkeit als Porzellanmaler in der Oberhohndorfer Porzellanmanufaktur Friedrich Kästner sowie autodidaktische künstlerische Ausbildung
1920–1930 Porzellanmaler bei Friedrich Kästner
seit 1932 freischaffend als Maler, Grafiker und Plastiker tätig
Soldat im Zweiten Weltkrieg
nach 1945 freischaffend in Zwickau
1952–1963 Lehrtätigkeit an der Mal- und Zeichenschule von Carl Michel in Zwickau
Mitglied des VBK-DDR
1977 gestorben in Zwickau
Albert Schwarz gehört zu jener Generation von Künstlern, die die Industrie- und Bergbauregion aus der eigenen Anschauung heraus künstlerisch festgehalten haben. Daneben widmete er sich vor allem auch der Landschaftsdarstellung mit Motiven aus dem Vogtland und dem Erzgebirge. Im Jahr 1961 wurde er mit dem Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau ausgezeichnet. Seine Ölgemälde und Aquarelle sind atmosphärisch dicht und meist von einem lockeren Pinselstrich gekennzeichnet. Er war Mitglied der Zwickauer Gruppe 1950, der auch Wolfgang Berndt, Heinz Fleischer (1920–1975), Alfred Tröger, Karl-Heinz Schuster (1912–2006), Erich Schulz (1909–1990) und Carl Michel (1885–1966) angehörten.
Literatur:
Industrielandschaft. Westsächsische Industriegeschichte im Spiegel der Kunst, Ausstellungskatalog, Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, Zwickau 2017, Abb. S. 68–69