Fritz Diedering (1931–2025)
1931 geboren in Halle (Saale)
1950–1951 Schriftsetzerlehre
1951–1953 Studium an der HGB Leipzig bei Prof. Elisabeth Voigt
1957–1961 Studium an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein bei Prof. Kurt Bunge, Prof. Lothar Zitzmann, Prof. Willi Sitte, Meinolf Splett, Diplom als Maler
1961–1963 Werbegrafiker im Klubhaus der Chemischen Werke Buna
seit 1965 freischaffend in Chemnitz
1976–1985 Honorarlehrer für Naturstudium an der FS für Angewandte Kunst Schneeberg
1992–1997 Professur für Naturstudium im FB Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau (FH)
2025 gestorben in Chemnitz
Fritz Diedering stammte aus Halle und kam zu Beginn der 1960er Jahre nach Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz). Hier war er zunächst Grafiker im Büro für Städtebau des Bezirkes Karl-Marx-Stadt und später als freischaffender Künstler tätig. Gemeinsam mit Karl Heinz Jakob (1929–1997) und Carl-Heinz Westenburger gehörte er zu einer damals jungen Künstlergeneration, die im Laufe der 1960er Jahre die verstaubte lokale Maltradition mit frischen Impulsen versah. Fritz Diedering konnte sich mit Wandgemälden und Gobelins an zahlreichen baugebundenen Projekten beim Wiederaufbau der Stadt beteiligen. Im Jahr 1970 schuf er zusammen mit Michael Morgner vier Glasfenster für die Kunstsammlungen Chemnitz im Museum am Theaterplatz. In den 1990er Jahren lehrte er als Professor für Naturstudium im Fachbereich Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Die Landschaft des Erzgebirges fand jedoch schon früher Eingang in sein Schaffen.
Literatur:
Fritz Diedering. Malerei, Grafik, Gobelins, Ausstellungskatalog, Städtische Kunstsammlung, Karl-Marx-Stadt, Karl-Marx-Stadt 1982
Villa Arte e. V. (Hg.): Prof. Fritz Diedering. Arbeiten auf Papier, Chemnitz o. J. [1998]