Karlheinz Münzner (geb. 1940)
1940 geboren in Geringswalde
1974–1986 Mitglied der Förderklasse für Malerei und Grafik am Bezirkskabinett für Kulturarbeit in Leipzig
bis 1990 als Maschinenfräser in Leisnig tätig
lebt und arbeitet in Leisnig
Karlheinz Münzner, der vor allem mit seinen sensiblen Holzschnitten hervorgetreten ist, konnte mehrmals an der Grafikbiennale 100 Sächsische Grafiken in Chemnitz teilnehmen. Bereits 1978 begegnete er dem Grafiker und Meister des Holzschnitts Wilhelm Rudolph (1889–1982) in Dresden, was ihn nachhaltig beeinflusste. Münzner ein leidenschaftlicher, stetig arbeitender, stiller Mensch, der mitunter an der Gegenwart verzweifelt, der mit Argwohn die Zerstörung der natürlichen Umwelt beobachtet, der verwurzelt ist mit der Landschaft, in der er lebt. Er zeichnete immer, was er sah: Fensterausblicke, die Gassen von Leisnig, das Muldental. Er tauchte ein in die Mystik des Waldes, ließ sich von Reisen in die Provence und die Toskana anregen, um immer wieder, bodenständig, zurückzukehren. Dabei blieb Karlheinz Münzner in all seiner Zuwendung niemals nur naturbesessener oder weltvergessener Schwärmer, sondern Bewahrender und Gestaltender einer Vision, einer elementaren Poesie.
Literatur:
Kunstraum Mittelsachsen. Das Maß der Dinge oder Maßnehmen, Ausstellungskatalog, Burg Mildenstein, Leisnig, Dresden 2008, S. 44/45
Kunstraum Mittelsachsen. Eine Auswahl, Ausstellungskatalog, Dachboden Schloss Augustusburg, Dresden 2000, S. 48/49
Kunstraum Mittelsachsen. Stadt-Land-Fluss, Ausstellungskatalog, Jacobikirche Döbeln, Dresden 2004, S. 48/49
Kunstraum Erzgebirge Mittelsachsen. Malerei, Grafik, Plastik, Ausstellungskatalog, Schloss Augustusburg, Dresden 2014, S. 88/89